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Vor dem Anfang starten

14.07.2018 13:31:52 | Nicole Jansen
„Vor dem Anfang starten“
Auch in diesem Schuljahr fand wieder das Kooperationsprojekt „Vor dem Anfang starten“ statt. Träger dieses Projektes, das schon seit einigen Jahren auch an der St. Ursula-Mädchenrealschule durchgeführt wird, ist die Städteregion Aachen. Wir als Schule kooperieren bei der Durchführung hier in Monschau mit dem Caritasverband für die Region Eifel.
Frau Mirbach vom Caritasverband, Frau Landerer, Lehrerin an St. Ursula und Frau Pott, Schulsozialpädagogin an St. Ursula haben das Projekt in diesem Schuljahr begleitet und durchgeführt.
Schwerpunktmäßig führen wir das Projekt immer in zwei Wochenblöcken durch, eine Woche vor den Osterferien und eine Woche kurz vor den Sommerferien. In der zweiten Projektwoche, die gerade stattgefunden hat, ging es turbulent zu. Montagsmorgens waren die Mädchen vor allem sehr aufgeregt, so kurz bevor sie „ihre Babys“ bekommen sollten.
Die ganze Woche über waren die Mädchen jetzt in Doppelrolle unterwegs, als Schülerinnen, die an einem Projekt teilnehmen und als „frisch gewordene Mütter“, so gut das eben zu imitieren ist. Die „Babysimulatoren“ sind individuell programmierbar, benötigen also zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Hilfen. Das Pflegeverhalten der „Mütter“ wird aufgezeichnet und später in einem Auswertungsgespräch besprochen. Neben Besuchen beim Jugendamt der Städteregion Aachen, dem Kreißsaal des Simmerather Krankenhauses sowie einer Hebammenpraxis in Imgenbroich, informierten sich die Mädchen in diversen Unterrichtseinheiten über zahlreiche Themen wie u.a. Verhütung, Schwangerschaft, Pflege eines Neugeborenen oder Kommunikation.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass es eine sehr intensive Woche war. Es ist eine wichtige Erfahrung zu erleben, dass es richtig anstrengend ist, rund um die Uhr für ein Baby verantwortlich zu sein und „nebenbei“ noch aktiv am Unterricht teilzunehmen. Der Schlafmangel war einigen Teilnehmerinnen deutlich anzumerken. Aber trotzdem haben sich alle mit großer Ernsthaftigkeit am Projekt beteiligt. Es gab ein großes Interesse an den angebotenen Informationen und viele rege Gespräche.
„Vor dem Anfang starten“ soll ausdrücklich KEIN Abschreckungsprojekt sein. Es soll vielmehr dabei helfen, sich genau zu informieren, um GUTE ENTSCHEIDUNGEN zu treffen, wann und mit wem ich eine Familie gründen will. Ich glaube, dazu konnte das Projekt beitragen!
 
Kirstin Pott